Evangelische Kirchengemeinden Sohren und Ober Kostenz

Bärenbach - Lautzenhausen - Niedersohren - Sohren

Kludenbach - Metzenhausen - Ober Kostenz - Schwarzen - Todenroth

 

Sohren:

Ober Kostenz:

Kirchen und Gebäude - Kirchen in Sohren, Ober Kostenz und Todenroth

Sohren

 

Die Kirche wurde bis 1906 als Simultankirche von der Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinde genutzt.

 

Die baulichen Bestandteile stammen aus 2 Hauptphasen: Aus der Spätgotik (15. Jhdt.) stammen Chorraum und Turm, das Kirchenschiff stammt aus dem 18. Jahrhundert.

 

Der Chor, der um 1450 erbaut wurde, steht auf noch älteren Teilen der Bebauung. Er wird im Inneren von einem eindrucksvollen Sterngewölbe abgeschlossen.

 

Das Kirchenschiff ist ein dreiachsiger Saalbau, erbaut in den Jahren 1761-62. Die Sakristei und auch die Kanzel im Innenraum stammen ebenfalls aus dieser Zeit.

 

Entsprechend der dreiachsigen Gliederung befinden sich je drei Fenster auf den Längsseiten. Im Inneren befindet sich eine Empore in U-Form, auf der, dem  Chorraum gegenüberliegend, die Orgel untergebracht ist.

 

Mauerreste, die im Kirchenschiff beim Einbau der Heizung im Jahr 1970 gefunden wurden und die im Vergleich zur heutigen Breite etwa 1,5 m weiter innen verlaufen, belegen die beachtliche Historie und den kontinuierlichen Ausbau der kirchlichen Bebauung.

 

Die bunten Fenster im Chorraum auf der Ostseite stammen aus dem Jahr 1964 und entfalten im Innenraum eine beeindruckende Wirkung wenn sie von der aufgehenden Sonne angeleuchtet werden.

 

Sie zeigen

· die Verkündigung an die Hirten auf dem Feld,

· die Verkündigung der frohen Botschaft an den Schächer,

· die Verkündigung der Osterbotschaft an Maria.

 

 

Zwei Ulmen flankieren die Eingangstür am Westgiebel und stammen wohl noch aus der Zeit, als die Kirche im 18. Jahrhundert umgebaut wurde.

Bild: Evangelische Kirche Sohren

 

Der Turm aus dem 15. Jhdt. ist über 39 m hoch - die Kugel auf  der Turmspitze unter dem Kreuz liegt auf einer absoluten Höhe von 444 m.

 

Bemerkenswert in mehrerlei Hinsicht:

 

·  Die östliche Turmseite wird, gemessen mit dem Maßstab zum Zeitpunkt ihrer Erbauung durchaus als „architektonisch kühn“ bezeichenbar, von einem in das Gewölbe eingezogenen Gurtbogen gehalten.

·  Turm und Turmhaube sind achteckig, dies ist sehr selten in unserer Region.

Ober Kostenz

 

Die mindestens bis Anfang des 14.Jh. zurückreichende Gottesdiensttradition in Ober Kostenz hat seit 1794 ihren Ort in einer der auf dem Hunsrück seltenen klassizistischen Kirchen.

 

2003 hat der Turm einen neuen Wetterhahn erhalten. 

 

2004 wurde die denkmalwürdige Stumm-Orgel (1892) von der Firma Rainer Müller aus Merxheim restauriert. Dabei wurden auch die im ersten Weltkrieg zweckentfremdeten Prospektpfeifen im originalgetreuen Zinn wiederhergestellt.

 

2006 konnten in Eigenleistung eine Sakristei und ein Stuhllager unter der Empore eingebaut werden.

 

Die letzte Renovierung des Innenraums von 1960 hatte den Raum kühl und nach all den Jahren auch schmutzig und reparaturbedürftig hinterlassen.

 

2008 wurde dann eine große Innenrenovierung verwirklicht mit 302,20 € Kirchensteuermitteln, erheblicher Eigenleistung und großer finanzieller Unterstützung durch die Ortsgemeinden Schwarzen und Ober Kostenz sowie durch den Kirchbauverein. Die neue Fassung des Innenraums durch den renommierten Künstler Eberhard Münch aus Wiesbaden machte aus der grauen, kühlen Kirche einen hellen, warmen, einladenden Raum.

Bild: Evangelische Kirche Ober Kostenz

 

Ihre markanten Fenster erhielt die Kirche bei der Renovierung 1960. Von der Ausstattung ist vor allem die Stumm-Orgel aus Rhaunen-Sulzbach zu erwähnen, das letzte Instrument aus der Stumm-Dynastie, das noch im Originalzustand existiert, historisch und künstlerisch bemerkenswert.

Todenroth

 

Nach dem 30-jährigen Krieg lebten in der Pfarrgemeinde Metzenhausen die evangelischen Christen nicht mehr in Metzenhausen, sondern in Todenroth und Kludenbach.

Deshalb wurde schließlich 1896 die neugotische Kirche fertiggestellt. Sie wurde unter weitgehender Beteiligung von Gemeindegliedern aus Feldbrand gebaut.

 

In den 70er Jahren des  20.Jh. musste sie mit aufwändigen Maßnahmen vor statischen Problemen gerettet werden, erhielt damals auch Fenster aus der Werkstatt Binsfeld (Trier).

Das Kirchlein hat eine warme, bergende Atmosphäre und ist als Predigtstätte beliebt.

 

2002 erhielt sie eine neue Tür und eine Renovierung des gesamten Eingangsbereichs - in Eigenleistung.

Bild: Evangelische Kirche Todenroth